Seit 1905 glasklarer Durchblick in Punkto Glas

Besuch bei einem der größten Glashersteller & -verarbeiter Europas

Exkursionen fördern und erweitern unser Wissen. Deshalb war die Freude groß, als wir die Einladung von Glas Trösch aus Nördlingen erhielten. Die Firma ist einer unserer Glaslieferanten. Wie schön, wenn der Name dann ein „Gesicht“ erhält.

Vor Fahrtbeginn trafen wir uns alle im Sekretariat und wurden von Andreas Wannenwetsch, unserem Spezialisten in Sachen Glas in unserem Haus, eingewiesen, was wir bei der Betriebsbesichtigung alles berücksichtigen sollten. Wie z. B. kein beschichtetes Glas anzufassen und natürlich durch keine Lichtschranke zu laufen. Weil unsere Gruppe so groß war, fuhren wir gleich mit 4 Firmenautos nach Nördlingen. Das Veredelungswerk von Trösch war unsere erste Anlaufstation. Frau Lechner und Herr Ziegelbauer begrüßten uns freundlich, Herr Berndorfer, der für uns zuständige Außendienstmitarbeiter für Wölz, kam später auch noch dazu.

Glas Trösch – mit 6.000 Mitarbeitern vertreten in 13 Ländern

Eine erste Vorstellung des Betriebes fand mit einem kleinen Film statt, in dem wir viel über die Gründung, die Mitarbeiterzahl, die verschiedenen Standorte und auch schon etwas über die Herstellung von Glas erfahren konnten. In zwei Gruppen wurden wir anschließend durch die Halle für das ESG (Einscheibensicherheitsglas) das VSG (Verbundglasscheiben) sowie das Isolierglas geführt.

Kennt ihr einen Kugelfall- oder ein Pummeltest?

Spannend war für uns die Durchführung eines sogenannten Kugelfalltestes. Dabei wird mittels einer Stahlkugel, die mit viel Schwung auf eine Glasscheibe geschwungen wird, die Flexibilität geprüft. Näheres erfahrt ihr dazu auch im Kasten rechts.

An einer anderen Station wurde eine Scheibe zerschlagen, um den Zusammenhalt der Scheibe mit der Folie zu testen (Pummeltest) und zuletzt gab es einen Test für ein Einscheibensicherheitsglas, auf dem wir zu dritt standen und die Scheibe nicht zerbrochen ist. So eine Glasscheibe muss ganz schön viel aushalten. 

In der Isolierglashalle haben wir hauptsächlich beobachten können, wie Scheiben eingeritzt und in kleine Teile gebrochen werden. Versuche, wie verschiedene Gläser in unterschiedliche Teile zerbrechen, wurden uns am Ende des Rundganges noch präsentiert.

Gemeinsame Stärkung um die Ecke

Direkt neben dem Firmengelände befindet sich ein leckerer Italiener, bei dem wir die Klassiker eines italienischen Restaurants in hervorragender Weise serviert bekamen. Bei dieser Pause war auch Gelegenheit, sich über das vorher Gehörte und Gesehene auszutauschen.

In der zweiten Hälfte unserer Betriebsbesichtigung wurden uns die Produkte und deren Produktion sowie weitere allgemeine Informationen über Glas Trösch vorgestellt.

Wer bei den Informationen gut aufgepasst hatte, konnte zum Schluss bei einem Quiz punkten. Die Gewinner waren Benedikt, Fabian, Hüseyin und Sina, sie durften sich aus der Gewinnerkiste ein Handtuch oder einen USB-Stick, Powerbank oder auch einen Glasuntersetzer aussuchen. 

Auf unserem Gruppenfoto, das wir vor der Heimfahrt noch schossen, könnt ihr sehen, dass uns der Tag in Nördlingen bei Glas Trösch sehr gut gefallen hat.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Ausflug!

Sina Riesenegger

 

Hättest du es gewusst?

Kugelfalltest

Um zu prüfen, wie sich herabfallende Gegenstände mit hoher Geschwindigkeit auf Bauteile verhalten, wird ein sogenannter Kugelfalltest durchgeführt. Er dient der Überprüfung der Flexibilität einer Oberfläche. Als Fallkörper kommt eine Kugel aus Stahl mit einer Masse von ca. 1.030 g zum Einsatz. Die Höhe beträgt in der Regel 1,0 m, 2,50 m oder 5,00 m. Der Versuch gilt als bestanden, wenn die Verglasung nicht durchschlagen wird, das Glas nicht von der Lagerung rutscht und keine Bruchstücke herabfallen. Bei einer Isolierverglasung darf die erste Scheibe durch den Stoß zerstört werden.

Pummeltest

Wird ein Verbundsicherheitsglas zerstört, müssen die einzelnen Glasbruchstücke an einer im Glas angebrachten Folie haften bleiben. Beim sogenannten „Pummeltest“,  (engl. to pummel = schlagen), wird die Qualität und die Sicherheit von Verbundglasscheiben – z. B. auch in Windschutzscheiben – geprüft.