Elektrische Verriegelungssysteme in Rettungwegen

Eine wichtige Grundlage von elektrischen Verriegelungssystemen in Rettungswegen ist die Richtlinie EltVTR 12/97. 

Flucht- und Notausgangstüren in Rettungswegen müssen sich im Gefahren- oder Panikfall leicht öffnen lassen.

Deshalb ist der Betreiber verpflichtet, die Fluchtwegsysteme ständig betriebsfähig zu halten. Dies wird einmal regelmäßig (in der Regel einmal monatlich) durch eine Funktionsprüfung durch den Betreiber kontrolliert.

Darüber hinaus muss mindestens einmal jährlich eine Prüfung aller Geräte sowie eine Wartung durch einen Sachkundigen durchgeführt werden. Dieser Vorgang wird in einem Prüfbuch dokumentiert.

Bei Unterlassen der Inspektion und Wartung kann es zu folgenden Konsequenzen führen:

  • Der Eigentümer haftet bei einer Verletzung der Verkehrspflicht für entstandene Schäden in unbegrenzter Höhe.
  • Die Gewährleistung ist ausgeschlossen, wenn Mängel auf eine unzureichende Wartung zurückzuführen sind.
  • Die Baubehörde kann nach Feststellung einer gestörten elektrischen Verriegelung Maßnahmen zur Gefahrenbeseitigung ergreifen, die bis zu einer Forderung auf Nutzungsunterlassung führen können.